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Beamtin / Beamter im mittleren Justizdienst (Allgemeiner Vollzugsdienst)

Wir brauchen Sie

Sie wollen Verantwortung übernehmen. Sie stehen ein für die Sicherheit der Bevölkerung. Sie verfügen über eine gefestigte Persönlichkeit. Sie bewahren auch in schwierigen Situationen Ruhe.  Sie sehen in der Behandlung und Betreuung schwieriger Menschen eine Herausforderung und arbeiten gerne im Team.

Ihr Aufgabenfeld

Den 16 Justizvollzugsanstalten des Landes Hessen obliegt die sichere Unterbringung, Versorgung und Behandlung von rund 4500 Inhaftierten. Die Gefangenen sollen während ihrer Inhaftierung dazu befähigt werden, nach ihrer Strafverbüßung ein Leben ohne Straftaten zu führen.
Dabei kommt den Beamtinnen und Beamten des allgemeinen Vollzugsdienstes eine Schlüsselrolle zu. Sie sind die ersten Ansprechpersonen für die Gefangenen. Sie sind verantwortlich für die sichere Unterbringung und zuständig für die Betreuung, Versorgung und Beaufsichtigung der Inhaftierten. Sie unterstützen die Sozialen und Medizinischen Dienste bei der Behandlung der Gefangenen. Sie ordnen und gestalten den Tagesablauf in der Vollzugsabteilung. Sie wirken bei der Aufnahme und Entlassung der Inhaftierten mit. Sie arbeiten im Schichtdienst (Frühdienst, Spätdienst, Nachtdienst). Sie können mit Menschen umgehen. Sie wirken positiv auf die Gefangenen ein und wecken und fördern deren Verantwortungsbewusstsein. Sie vermitteln ihnen Sinn und Wert von Arbeit.  Sie können zuhören. Sie können motivieren. Der direkte Kontakt mit Gefangenen birgt naturgemäß auch Konfliktpotenzial. Sie sind ausgeglichen, in der Lage kritische Situationen zu deeskalieren und Grenzen zu setzen. Sie betrachten immer wieder neue Situationen als Herausforderung. Sie begreifen sich als Mitglied in einem Team aus Beamtinnen und Beamten des allgemeinen Vollzugsdienstes, Werkdienstes, Sozialen Dienstes, Medizinischen Dienstes und Verwaltungsexperten.

Ihre Voraussetzungen 

  • Sie sind Deutsche/-r im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes oder besitzen die Staatsangehörigkeit
    • eines anderen Mitgliedsstaates der europäischen Union oder 
    • eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder 
    •  eines Drittstaates, dem Deutschland und die Europäische Union vertraglich einen Anspruch auf Anerkennung von Berufsqualifikationen eingeräumt haben.
  • Sie treten ein  für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes und der Verfassung des Landes Hessen.
  • Sie haben einen
    • Realschulabschluss oder 
    • schulrechtlich gleichwertigen Bildungsstand (z. B. Berufsfachschule) oder 
    • einen Hauptschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung oder öffentlich-rechtliche Ausbildung.
  • Sie sind mindestens 18 Jahre und höchstens 40 Jahre alt (Ausnahmen regelt die Hessische Laufbahnverordnung und das Soldatenversorgungsgesetz).
  • Sie sind nicht vorbestraft.
  • Sie stellen sich einer Eignungsprüfung.  
  • Sie sind vollzugsdiensttauglich gemäß Polizeidienstvorschrift 300 (PDV 300) (Es erfolgt eine amtsärztliche Untersuchung durch die Vollzugsärzte im Rahmen des Einstellungsverfahrens).
  • Sie verfügen über interkulturelle Kompetenz. Fremdsprachenkenntnisse sind von Vorteil.

Wir bieten

eine solide Ausbildung in Form eines zweijährigen Vorbereitungsdiensts in Theorie und Praxis. In der fachtheoretischen Ausbildung befassen Sie sich neben der geschichtlichen Entwicklung und gesellschaftlichen Bedeutung des Justizvollzugs insbesondere mit einer Vielzahl von rechtlichen Themen. Staats- und Verfassungsrecht, Straf- und Strafprozessrecht, Beamtenrecht und Verwaltungsrecht sind nur ein kleiner Ausschnitt der verschiedenen Rechtsgebiete, die für die Arbeit im Justizvollzug relevant sind. Darüber hinaus lernen Sie die Grundlagen der Psychologie und Kriminologie kennen und erhalten eine fundierte Ausbildung im Bereich von Sicherheit und Ordnung im Justizvollzug. Letzteres unter anderem in den Teilbereichen der praktischen Eigensicherung, des Waffenwesen und der Schießkunde. In der fachpraktischen Ausbildung lernen Sie, die in der fachtheoretischen Ausbildung erworbenen Kenntnisse in der Praxis anzuwenden. Vor Beginn der Ausbildung erfolgt die Einstellung in ein befristetes Beschäftigungsverhältnis.


Die Ausbildung gestaltet sich folgendermaßen:

Einführungspraktikum 1 Monat
Fachtheoretische Ausbildung I   3 Monate
Fachpraktische Ausbildung I (Grundausbildung)  12 Monate
Fachpraktische Ausbildung II (Schwerpunktausbildung) 4 Monate
Fachtheoretische Ausbildung II  4 Monate

Sie absolvieren eine Einführungszeit in der Einstellungsbehörde. Danach erfolgt die erste fachtheoretische Ausbildung im H.B. Wagnitz-Seminar, Wiesbaden, in der Ihnen zunächst Grundkenntnisse vermittelt werden. Die nächsten 12 Monate verbringen Sie in verschiedenen Justizvollzugsanstalten (3 Monate im Vollzug der Untersuchungshaft, 6 Monate im Vollzug der Freiheitsstrafe (davon 1 Monat im offenen Vollzug), 3 Monate im Vollzug der Jugendstrafe) und lernen die unterschiedlichen Vollzugsformen kennen. Die daran anschließende Schwerpunktausbildung findet grundsätzlich in der Einstellungsbehörde statt. In dieser Ausbildungsphase können sie bereits mit der eigenständigen Wahrnehmung von Aufgaben betraut werden. Zum Abschluss der Ausbildung durchlaufen sie nochmals 4 Monate fachtheoretische Ausbildung, in der Sie auf Ihre Abschlussprüfung vorbereitet werden.

Besoldung

Während des Vorbereitungsdienstes werden Anwärterbezüge und zusätzlich ein Anwärtersonderzuschlag gezahlt. Genauere Details entnehmen Sie bitte dem „Informationsblatt über Besoldung“.

Ihre Chancen

Der überwiegende Teil der Nachwuchskräfte wird nach bestandener Prüfung als Obersekretärin oder Obersekretär im JVD (Besoldungsgruppe A 7 Hessisches Besoldungsgesetz (HBesG)) in den Laufbahnzweig des allgemeinen Vollzugsdienstes übernommen.

Bei entsprechender Leistung haben Sie gute Aufstiegsmöglichkeiten bis hin zur Amtfrau oder zum Amtmann (Besoldungsgruppe A 11 HBesG).

Beamtinnen und Beamte des allgemeinen Vollzugsdienstes, die nach ihrer Persönlichkeit und ihren Leistungen in besonderer Weise geeignet erscheinen, können sich im Rahmen einer Ausbildung für den Laufbahnzweig gehobener Vollzugs- und Verwaltungsdienst weiter qualifizieren.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.

Stellenausschreibungen finden Sie unter „karriere.hessen.de“ . Initiativbewerbungen sind jederzeit willkommen.

Ihre Bewerbung richten Sie an die jeweilige Justizvollzugsanstalt oder an

Die Leitung des
Dienstleistungszentrums für den hessischen Justizvollzug
– H.B.Wagnitz-Seminar –
Personalgewinnung
Josef-Baum-Haus 1
65199 Wiesbaden.

Fügen Sie bitte folgende Unterlagen bei:

  • einen Lebenslauf, 
  • Zeugnisse und Unterlagen, durch die die schulischen Voraussetzungen nachgewiesen werden oder das letzte Schulzeugnis, 
  • Zeugnisse über die Beschäftigung seit der Schulentlassung ( sofern vorhanden), 
  • den Nachweis einer Staatsangehörigkeit, die den Einstellungsvoraussetzungen entspricht, 
  • ein Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde
  • eine Einverständniserklärung ihres gesetzlichen Vertreters, sofern Sie minderjährig sind.

Es genügt zunächst die Vorlage von Ablichtungen. Bei Einstellung werden die Unterlagen als beglaubigte Abschriften oder Ablichtungen benötigt.

Das Land ist bestrebt, den Anteil von Frauen im Landesdienst zu erhöhen und fordert daher insbesondere Frauen zur Bewerbung auf.
Bei gleicher Eignung werden schwerbehinderte Menschen bevorzugt berücksichtigt.
Die Bewerbung von Menschen mit Migrationshintergrund wird ausdrücklich begrüßt.

Ablauf des Bewerbungsverfahrens bis zur Einstellung

Das Bewerbungsverfahren  für den mittleren Justizdienst (Allgemeiner Vollzugsdienst) beinhaltet mehrere Schritte:
Im ersten Schritt bewerben Sie sich direkt bei einer Justizvollzugsanstalt oder zentral im H. B. Wagnitz-Seminar – Dienstleistungszentrum für den hessischen Justizvollzug - . Sollte Ihre Bewerbung bei einer Justizvollzugsanstalt auf Interesse stoßen und eine Stelle vakant sein, so werden Sie zu einem persönlichen Gespräch mit der Auswahlkommission der Anstalt geladen. Bei einer Bewerbung im H. B. Wagnitz-Seminar – Dienstleistungszentrum für den hessischen Justizvollzug – werden Sie direkt zur psychosozialen Eignungsprüfung eingeladen. 

Nachdem Sie dieses Gespräch erfolgreich absolviert haben, erfolgt die psychosoziale Eignungsprüfung, die aus mehreren Teilen besteht. Sie werden im ersten Teil psychologische Testverfahren (u.a. Intelligenztest und deutscher Sprachtest) durchlaufen und einen Fitnesstest absolvieren. Im zweiten Teil werden Sie Gruppenaufgaben lösen und ein Einzelgespräch mit der Prüfungskommission haben. Die Ergebnisse aus diesen Testungen werden bei einer Bewerbung bei einer Justizvollzugsanstalt an die zuständige Anstalt übermittelt, die über Ihre Einstellung entscheidet. Bei einer Bewerbung im H. B. Wagnitz-Seminar – Dienstleistungszentrum für den hessischen Justizvollzug – werden Sie von dort über die weiteren Schritte informiert.

Neben diesen beiden Schritten muss vor Ihrer Einstellung die gesundheitliche Eignung nach PDV 300 vom amtsärztlichen Dienst festgestellt werden. Hierzu werden Sie im Laufe des Verfahrens eine entsprechende Aufforderung erhalten. Informationen über mögliche Ausschlussgründe sind in dem Informationsblatt „Ausschlussgründe nach PDV 300“ (PDF)  enthalten.

Weitere Informationen

Einen Anhaltspunkt, welche Justizvollzugsanstalt sich in der Nähe Ihres Wohnortes befindet, bietet die Übersichtskarte zum Justizvollzug . Die Adressen erhalten Sie unter http://www.justizvollzughessen.de 
Eine individuelle Beratung erhalten Sie direkt bei der Justizvollzugsanstalt, bei der Sie an einer Einstellung interessiert sind.

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Kontakt

Mittlerer Justizdienst
Bewerbungsadresse

Die Leitung des
Dienstleistungszentrums für den hessischen Justizvollzug
– H.B.Wagnitz-Seminar –
Personalgewinnung AVD
Josef-Baum-Haus 1
65199 Wiesbaden

Stellenausschreibung AVD (PDF)

Sachgebietsleiterin Personalgewinnung
Kim-Andrea Griemsmann
H.B. Wagnitz-Seminar
Tel.: +49 (0)611 – 46806-0

Karriereberatung
Jörg Weber
H.B. Wagnitz-Seminar
Tel.: +49 (0)611 – 46806-61

Administration
Angela Ditzer & Alexandra Duda
H.B. Wagnitz-Seminar
Tel.: +49 (0)611 – 46806-75
Tel.: +49 (0)611 – 46806-14

E-Mail:
Jobinfo@hbws.justiz.hessen.de
Fax: +49 (0)611 – 46806-45

Telefonische Erreichbarkeit in der Regel von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr und von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Hessische Bezügestelle

Besoldungstabellen

Die vom Hessischen Ministerium des Inneren und Sport im Mitarbeiterportal des Landes Hessen eingestellten Besoldungstabellen nach dem Gesetz zur Anpassung der Dienst-, Amts- und Versorgungsbezüge 2011/2012 (Hessisches Besoldungs- und Versorgungsanpassungsgesetz 2011/2012 - HBVAnpG 2011/2012) vom 06. Oktober 2011

Downloads

Links

http://www.karriere.hessen.de/ 
Aktuelle Stellenausschreibungen mit Bewerbungsfristen

Perspektiven mit Zukunft 
Werbefilm zum Berufsbild "Justizvollzug"